LiveTicker von den 11. DCC Mannschaftsmeisterschaften vom 04.-05. Juli 2026 in Lampertheim: Seniorinnen Senioren B Senioren A
Bereits im Vorlauf legten die weiblichen Youngsters ihre Rangfolge fest, an der sich auch im sonntäglichen Finallauf nichts mehr ändern sollte. Allerdings schloss Helena Reinhold mit dem Tagesbestwert ihrer Disziplin (440) noch zur führenden Caitlin Elea Tänzer auf. Diese hatte sich aber mit dem samstäglichen Tagesbestwert über 459 Kegel im Vorlauf ein so beruhigendes Polster gelegt, dass das Teilnehmerfeld nicht mehr gefährlich werden konnte. Mit zwei konstanten Läufen konnte sich Pia Köchy zwar nicht weiter nach vorn spielen, verteidigte ihren Bronzerang aber erfolgreich.
Die männlichen Youngsters taten es den weiblichen gleich und steckten Samstag bereits das Feld für den zweiten Starttag klar ab. Hatte Bela Schorcht nach dem Vorlauf noch die Chance, auf den Zweitplatzierten Gordian Jacob aufzuschließen, bestätigte Jacob sein Vorlaufergebnis und verwies Schorcht klar auf Bronze. Collin Noel Körber dagegen lief seinem Teilnehmerfeld von Beginn an einfach weg.
Ganz großes Kino bei der U 18 weiblich: nach dem Vorlauf lagen die vier Starterinnen noch so beieinander, dass der Sonntag einiges versprechen sollte. Emily Werschke machte aber mit dem sensationellen Bestwert aller Jugendlichen über 482 Kegel (177 R) ganz kurzen Prozess und ließ insbesondere ihre direkte Verfolgerin Nele Schott im Regen stehen, obwohl diese ihrerseits 28 Kegel zum Vortag drauf packte. Im Finale machte auch Katharina Ehret ernst und egalisierte die ihr fehlenden neun Kegel für Bronze. Emily-Sophie Scholz (SG „Union“ Schönau v.d.W./Thüringen) hatte dabei das nachsehen und wurde mit fünf Kegel auf Rang 4 verwiesen.
Spannend gestalteten die männlichen Jugendlichen ihren Fight um die Krone. Mit gerade zwei Kegeln Differenz zogen Chris Schwerter (445) und Lucas Scholz (443) in die Finalrunde ein. Finn Stamm toppte in der sonntäglichen Endrunde zwar sein Vortagsergebnis um stolze 50 Kegel, in den Disput um Gold konnte er aber nicht mehr eingreifen. Während Schwerter an seinen Vortag nicht anknüpfen konnte, wurde er von Scholz weit überspielt, der sich mit nochmals sehr guten 448 deutlich absetzte.

Die entscheidenden Akzente setzten U 23-Starterinnen bereits im samstäglichen Vorlauf, dabei legte Nadine Nagel (480) sechs Kegel mehr als Hannah Heimlich (474) auf die Lampertheimer Anlage. Im sonntäglichen Finale blieben beide so nah auf Augenhöhe, dass sich die führende Nagel Gold nicht mehr nehmen ließ. Zwar immer ein wenig im Hintertreffen, aber konstant mit zwei ansprechenden Auftritten verdiente sich Thea Marlen Opitz Bronze.
Ganz viel Bewegung dagegen in der männlichen Startergruppe, in der Tom Schröter (994) und Lee-Jerome Müller (972/beide TuS Oelsnitz) im Vorlauf recht nahe an die vierstelligen Ergebnisse heran reichten. Im direkten Fahrwasser der beiden Sachsen zelebrierte Bastian Landmann seinen Lauf (941) fehlerfrei und sollte im Finale für Furore sorgen. Nur ein Kegel fehlte Landmann zur magischen 1000er-Marke, verwies aber sogar den Vorlaufführenden Schröter auf Silber, der sich zum Vortag etwas schwächer (937) zeigte. Mit einem ebenfalls starken zweiten Starttag sprang Nicolas Reichling (961) auf Bronze und distanzierte sich von dem bis dato punktgleichen Haßlocher Marcel Scheurer (959) um diese zwei Kegel. Lee-Jerome Müller (896) konnte seinen Vorlauf nicht wiederholen und schloss auf Rang 5.
Vorlauf
Endlauf
Hatte Nadine Leiott in 2024 die goldene Titelverteidigung noch um einen Kegel verpasst, wetzte sie diese „Scharte“ in 2026 sicher aus. Als einzige des gesamten Zwölfer-Teilnehmerfeldes an beiden Tagen übersprang sie die „5“ und lief mit 505 allen davon. Einzig Dana Klonner blieb (473) noch auf Sichtweite. Saskia Schuler (453) sicherte sich im Vorlauf noch Rang 3, kurz vor Nicole Sauerteig (451).
Auch wenn sich Leiott einen, für ihre Verhältnisse, etwas „schwächeren“ Finallauf (467) erlaubte, konnte ihr die „Titelrückgewinnung“ keiner mehr nehmen. Mit starken Endläufen festigten Klonner (485) und Schuler (473) ihren Silber- und Bronzerang. Ohne diesen „Nachschlag“ hätte es nochmals eng werden können, denn die hessische Nicole Rosenau zelebrierte ebenfalls einen starken zweiten Tag (484) und katapultierte sich von Rang 8 auf 4.
Vorlauf
Endlauf
Auch annähernd 40°C im Schatten konnten Veit Tänzer nicht ausbremsen, seinen Hattrick zu zelebrieren. Lief er seinem Teilnehmerfeld 2023 noch mit 57 bzw. 2024 mit 53 Kegeln davon, verdoppelte er 2026 seinen Vorsprung auf 116 Kegel zu erneutem Gold. Dazu legte er im Vorlauf mit 1055 den Grundstein, an den nur der Geraer Michael Hesse mit dem zweiten 1000er des Tages (1041) noch heranreichte. Schon Alexander Springer (999) musste etwas Distanz lassen, knapp vor Daniel Krüger (994) sowie dem Haßlocher Marcus Diecker (987).
Mit dem fehlerfreien Bestwert des gesamten Wochenendes (1068) übersprang er im Finale erneut die 1000er-Marke deutlich. Von Rang 4 schob sich Krüger mit dem zweiten „Vierstelligen“ (1013) auf Silber. Dabei ließ er Springer noch etwas hinter sich, obwohl dieser ebenfalls auf 1000er-Kurs lag (986). Hesse dagegen konnte an seinen großartigen Vorlauf nicht ganz anknüpfen (931) und schloss auf Rang 4 ab. Mit einem ebenfalls starken Finale auf direktem 1000er-Kurs (996) platzierte sich René Böhme (Post SV Ludwigshafen/Rheinhessen-Pfalz) von Rang 10 auf 5.
Vorlauf
Endlauf

Beitrag u. Text: Rüdiger Appel
Bilder: Astrid Herger und Matthias Bay
Videos: Nicole und Rüdiger Appel